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ADFC-Radreiseanalyse: 11 Prozent mehr Radurlauber

Radreisen führen die Deutschen durch ganz Deutschland
Radler auf dem Elberadweg

Radtourismus wird immer beliebter

Mit dem Rad zu reisen ist unter den Deutschen populär wie nie. 4,5 Millionen Bundesbürger haben 2015 Radreisen mit insgesamt 31,5 Millionen Übernachtungen unternommen. Die Anzahl der Radtouristen ist damit um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Hinzu kommen rund 150 Millionen Tagesausflüge auf dem Rad. Diese Zahlen stammen aus der Radreiseanalyse 2016, die der ADFC vergangene Woche auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) präsentiert hat.

Im Deutschlandtourismus fällt vor allem die zunehmende Nutzung von Elektrorädern und Pedelecs statistisch ins Gewicht. Ihr Anteil an den genutzten Reiserädern hat sich mit 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr verdoppelt (5,5 Prozent). Raimund Jennert, ADFC-Bundesvorstand Tourismus, erklärt: „Hügelige und bergige Regionen, wie die Mittelgebirge oder das Voralpenland, werden dadurch auch für normal oder weniger gut Trainierte erreichbare Ziele.“          

Flussradwege an der Spitze

Zum beliebtesten Radfernweg in Deutschland wurde bereits im 12.  Jahr in Folge der Elberadweg ernannt. Es folgen mit großem Abstand Weser-Radweg und RuhrtalRadweg. Der Donauradweg wurde von den Teilnehmern der ADFC-Radreiseanalyse 2016 auf Rang 4 gewählt. Auf den weiteren Listenplätzen liegen Ostseeküsten-Radweg, Rheinradweg, Mosel-Radweg, MainRadweg, Bodensee-Radweg sowie der Ems-Radweg. Für die Saison 2016 sind in Deutschland vor allem Radreisen entlang des Ostseeküsten-Radwegs geplant – gefolgt von Bodensee-Radweg und Rheinradweg. Als ausländische Reiseziele liegen Österreich, Italien und Frankreich ganz vorn. Die überwältigende Mehrheit der Radreisenden (82 Prozent) will in Deutschland bleiben – deutlich mehr als im Tourismus insgesamt (24 Prozent).

Fehlende Angebote der Bahn

Die Ergebnisse der Radreiseanalyse werden vom ADFC auch kritisch gesehen: „Die große Mehrheit der Radtouristen will mit dem eigenen Rad unterwegs sein – und umweltfreundlich und komfortabel mit der Bahn anreisen,“ so Jennert. „Das funktioniert aber häufig nicht, weil die Fahrradmitnahme-Kapazitäten im DB-Fernverkehr minimal oder gar nicht vorhanden sind. Auf vielen Strecken fehlen auch durchgehende Verbindungen. Mosel, Ostseeküste, Füssen und andere wichtige Urlaubsziele sind für Radreisende nur unzureichend mit der Bahn erreichbar, da sehen wir weiter Handlungsbedarf. Die Fernbus-Branche hat den Wettbewerbsvorteil Fahrradmitnahme längst erkannt und umgesetzt.“      

Hintergrund zur ADFC-Radreiseanalyse   

Die ADFC-Radreiseanalyse ist eine repräsentative Befragung unter mehr als 6.000 Deutschen, die im Winter 2015 durchgeführt wurde. Als „Radreise“ wurde eine Reise definiert, die das Radfahren als Hauptmotiv hat und mindestens drei Übernachtungen umfasst.

Alle Ergebnisse der Studie finden Sie im Webdossier zu ADFC-Radreiseanalyse 2016.


Quelle: Pressemitteilung ADFC

Fotos: ADFC/Sylvio Dittrich (Elberadweg) und ADFC/Norbert Eisele-Hein (Radler im Grünen)

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