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Greenpeace unterstützt Volksentscheid Fahrrad

Menschen in Kopenhagen fahren mit dem Rad
Radweg in Kopenhagen

Umwelt- und Verkehrsverbände sagen Unterstützung zu

Greenpeace Berlin und Greenpeace Deutschland unterstützen ab sofort ganz offiziell die Berliner Initiative Volksentscheid Fahrrad. Auch der Bundes- und Landes-Fahrgastverband Pro Bahn, der Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter und die Berliner Triathlon Union stärken der Initiative den Rücken.

Bereit seit Beginn der Initiative unterstützen verschiedene Organisationen den Volksentscheid Fahrrad. Beispielsweise der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Nordost, die Jugend des Umweltvereins BUND und die Stadtplaner Urbanophil. Seit gestern gehören weitere bedeutende Verbände zu den Unterstützern: Greenpeace Deutschland und Berlin, der Bundes- und Landesverband Pro Bahn, der Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter und die Berliner Triathlon Union.

Voller Rückhalt aus der Gesellschaft

„Die neuen Unterstützer-Verbände sind ein deutliches Zeichen, dass unser Anliegen vollen Rückhalt aus der Mitte der Gesellschaft erlangt hat“, sagt Peter Feldkamp, Mit-Initiator des Volksentscheids Fahrrad. „Die vielen Gespräche mit den Verbänden aus der Stadtgesellschaft zeigen, dass wir für ein besseres Miteinander im Verkehr und eine moderne Verkehrspolitik stehen“.

Was will der Volksentscheid Fahrrad?

Folgende Punkte im Gesetz sollen laut Initiative das Miteinander im Verkehr verbessern:

Für Fußgänger / Mobilitätseingeschränkte

  • 3,50 Meter Abstand zur Hauswand, wenn Radverkehrsanlagen oder -abstellplätze gebaut werden.
  • 100.000 Radabstellplätze in Wohn- und Geschäftsstraßen, so dass weniger Räder auf Gehwege gestellt werden und Fußgänger besser durchkommen.
  • Länger Grün für Fußgänger = Grünphase so lange, dass auch Senioren und Mobilitätseingeschränkte mit einem Rutsch die Ampel überqueren können.
  • Verbesserung der Sichtbeziehungen an Kreuzungen (die letzten zwei Parkplätze in Radständer umwidmen), lässt Auto- und Lkw-Fahrer sicher abbiegen.
  • Polizei-Fahrradstaffel auch zur Kontrolle der Gehweg-Parker und -Radler.
  • Zusätzlich für Mobilitätseingeschränkte deutlich mehr Radverkehrsanlagen, die auch mit Rollstuhl oder Elektro-Sccoter genutzt werden können.

Für den öffentlichen Verkehr:

  • Einrichtung von 100.000 Radabstellplätzen an S-, U- und Regionalbahn-Halten, um den Umstieg vom Auto auf Rad und ÖPNV zu erleichtern.
  • Einrichtung von Bus-Vorrang-Schaltungen an allen Grüne-Welle-Ampeln für Radfahrer sowie Trennung von Bus- und Radspuren macht Busse schneller, pünktlicher und sichert Anschlüsse.
Radinfrastruktur schafft Platz in Bussen und Bahnen durch Umsteiger aufs Rad.

Für Pendler:

  • Radschnellwege, Radanlagen an Hauptstraßen und Fahrradstraßen ermöglichen zügiges Radeln über lange Distanzen zum Beispiel mit dem E-Bike und bringen so mehr Autofahrer aufs Rad.
  • 200.000 Radabstellplätze ermöglichen das Pendeln mit dem Fahrrad.

Weitere Informationen bei uns oder unter https://volksentscheid-fahrrad.de/

Foto: Volksentscheid Fahrrad/Norbert Michalke

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