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Integration per Rad mit Bike Bridge

Bike Bridge aus Freiburg verhilft zu Integration durch Radfahren
Bike Bridge aus Freiburg verhilft zu Integration durch Radfahren

Projekt Bike Bridge mit Integrationspreis ausgezeichnet

Das Freiburger Projekt Bike Bridge verhilft geflüchteten Frauen zu mehr Mobilität und Teilhabe durchs Radfahren. Jetzt wurde der Verein mit dem Deutschen Integrationspreis der Hertie-Stiftung ausgezeichnet.

Der erste Preis bei Deutschlands größtem Integrationswettbewerb ging in diesem Jahr an das Projekt Bike Bridge aus Freiburg, welches dafür 50.000 Euro erhielt.

Viel Lob von der Jury

Die Jury lobte die Erfolge bei der Integration von geflüchteten Frauen, denen sich Bike Bridge durch Fahrradkurse und Freizeitausflüge widmet. Für den Juryvorsitzenden Hans-Jörg Vetter, Vorsitzender des Kuratoriums der Hertie-Stiftung, ist diese Auszeichnung mehr als verdient: „Durch die soziale und kulturelle Integration durch Fahrrad fahren gewinnen geflüchtete und zugewanderte Frauen an Freiheit. Sie werden mobil und erfahren Teilhabe an unserer Gesellschaft, was sich wiederum positiv auf die Familien der Frauen auswirkt. Das Konzept ist zudem gut skalierbar, also einfach auf andere Regionen und Rahmenbedingungen übertragbar. Wir gratulieren dem Projekt ganz herzlich zum ersten Preis und wünschen allen Beteiligten weiterhin viel Erfolg!“

Was macht das Projekt Bike Bridge?

Das Bike Bridge-Programm richtet sich speziell an Frauen mit Zuwanderungs- und Fluchterfahrung. Bike Bridge schafft durch Fahrradtraining, Touren und Ausflüge die Voraussetzungen dafür, dass die Teilnehmerinnen untereinander, mit den Trainerinnen sowie Freiburgerinnen und Freiburgern in Kontakt kommen und die regionale Kultur sowie lokale Traditionen kennenlernen. Umgekehrt haben auch die Trainerinnen die Möglichkeit, die Kulturen und Traditionen der Teilnehmerinnen zu erleben. „Mit unserem nachhaltigen Ansatz und umfassenden Programm stärken wir geflüchtete Frauen. Wir schaffen Begegnung auf Augenhöhe. Mit dem Preisgeld können wir nun den zahlreichen Anfragen nachkommen und unser mehrfach getestetes Konzept weiter verbreiten”, erklärte Lena Pawelke vom Bike Bridge e.V.

Weitere Preisträger

Der zweite Preis, mit 30.000 Euro dotiert, ging an ZuBaKa aus Frankfurt am Main. Das Projekt ermöglicht jugendlichen Neuankömmlingen einen guten Einstieg in das Bildungssystem, indem sie mit Schulen ein individuelles Integrationskonzept erarbeiten. Mit Platz drei und 20.000 Euro wurde das Berliner Projekt „Flüchtlinge Willkommen“ geehrt, das Wohnraumgebende und geflüchtete Menschen in ganz Deutschland zusammenbringt, um ein privates Zusammenleben zu ermöglichen.

Den Auszeichnungen war eine Finanzierungs- und Umsetzungsphase vorausgegangen, in der die Gemeinnützige Hertie-Stiftung erstmalig Stiftungsförderung mit Crowdfunding kombinierte. Aus über 250 Bewerbungen hatten nach einer Vorauswahl 40 Integrationsprojekte die Möglichkeit, auf der Crowdfunding-Plattform Startnext um Unterstützer zu werben. Mehr als 16.300 Menschen unterstützten die Ideen, zusammen mit der Stiftungsförderung kamen so mehr als 714.000 Euro zusammen. Mit dieser Finanzierung konnten die Projekte ihre Ideen umsetzen. Die besten acht präsentierten ihre Erfolge vor der Jury.

Weitere Informationen zum Deutschen Integrationspreis unter www.deutscher-integrationspreis.de 

Fotos: Hertie-Stiftung/Jens Braune bzw. Hertie-Stiftung/Peter Herrmann

Quelle: 

Pressemitteilung Hertie-Stiftung

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