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Niederlande investiert 100 Mio. Euro in Radverkehr

Fahrräder in Amsterdam
Fahrräder in Amsterdam

Niederländische Regierung will Radinfrastruktur fördern

Wochenlang wurde diskutiert, dann hat sich die niederländische Regierung auf eine Summe geeinigt: 2 Milliarden Euro sollen in den nächsten vier Jahren in Mobilitätsprojekte fließen. Davon 5 Prozent, dh. 100 Millionen Euro, in Radinfrastruktur. Dem niederländischen Radfahrerverband ist das aber nicht genug.

Weitere 100 Millionen Euro für den Radverkehr in den nächsten vier Jahren – das hat die niederländische Regierung jetzt zugesagt. Konkret sollen mit den Geldern Fahrradstellplätze an Bahnhöfen sowie Radschnellwege („Fietssnelwege“) finanziert werden.

Kritik des Fietserbond

Der niederländische Radfahrerverband Fietsersbond begrüßt die geplanten Investitionen. Gleichzeitig warnt er davor, dass dieses Geld nicht ausreichen wird, um die hochgesteckten Ziele zu erreichen, die in der „Tour de Force“ festgehalten sind. In diesem Radverkehrsförderprogramm ist unter anderem eine Wachstumsrate der Fahrradnutzung um 20 Prozent bis zum Jahr 2027 als Ziel definiert. An dem Programm hatte ein Zusammenschluss verschiedener Verbände sowie die vorherigen niederländischen Regierung gearbeitet. Fietserbond-Direktorin Saskia Kluit erklärt, dass es eine Investition von etwa 700 Millionen Euro pro Jahr benötige, um diese Ziele wirklich zu erreichen. Außerdem müsse in den Städten noch mehr Platz fürs Radfahren geschaffen werden.

Situation in den Niederlanden

In den Niederlanden wird der Radverkehr seit langem erfolgreich gefördert, so gibt es beispielsweise schon 300 km Radschnellwege. Jeder Bewohner fährt durchschnittlich 1000 Kilometer im Jahr per Rad, 25 Prozent aller Wege werden mit dem Fahrrad zurückgelegt – das ist deutlich mehr als in jedem anderen Land. Das erste Ziel des Programms „Tour de Force“ ist bereits erreicht: Die Niederlande zu dem führenden Fahrradland der Welt zu machen.

Foto: Pixabay

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