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Radschnellweg eröffnet

Ruhrschnellweg für Radfahrer
Entwurf des Radschnellwegs RS1 durch die Metropole Ruhr

Pionier-Projekt Radschnellweg RS1

Heute Vormittag wurde zwischen Mülheim und Essen ein Teilstück des Radschnellwegs Ruhr, kurz: RS1, eröffnet. Es ist der erste Abschnitt des überregionalen Radschnellwegs, der in naher Zukunft auf 101 Kilometern quer durch das Ruhrgebiet führen soll. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) unterstützt das Projekt auf allen Ebenen. Für die ungeklärte Finanzierung fordert er Unterstützung des Bundes.

ADFC-Bundesvorstand Ulrich Syberg sagt: „Der RS1 ist nicht nur ein Pionier-Projekt für moderne Verkehrspolitik in NRW, sondern für ganz Deutschland und darüber hinaus. Wenn er einmal fertig ist, wird alle Welt auf das Ruhrgebiet schauen und staunen, wie viele Menschen man zum Umstieg vom Auto auf das Rad motivieren kann – und wie viel Stauentlastung das einem Ballungszentrum bringt. Aber noch ist die Finanzierung unsicher. Hier muss der Bund verfassungskonforme Wege der Mitfinanzierung finden.“

Zukunftsthema Radschnellwege

Radschnellwege werden in den Niederlanden („Snelfietsroutes“) und in Flandern („Fietsostrades“) bereits seit einigen Jahren erfolgreich als Mittel zur Stauvermeidung eingesetzt und mit hohen Investitionen massiv vorangetrieben. Kerngedanke solcher Premiumradwege ist, das komfortable und zügige Fahrradfahren auch über längere Distanzen zu ermöglich, sowohl beispielsweise für Berufspendler und Lastentransporte als auch für Tourismus und Freizeit. Dadurch lässt sich die Attraktivität und Reichweite des Rad- und Pedelecfahrens deutlich erhöhen.

Von Mülheim bis Essen

Das fertiggestellte Teilstück zwischen Mülheim und Essen ist rund fünf Kilometer lang und trägt den Namen „Rheinische Bahn“. Der komplette Radschnellweg Ruhr soll auf 101 Kilometern von Duisburg bis Hamm führen. Die Standardbreite von vier Metern - plus separatem Fußweg - ermöglicht auch das Nebeneinanderfahren und Überholen. Ein leichtläufiger Belag und die weitgehend gerade, kreuzungsfreie Streckenführung sichern das komfortable und zügige Vorankommen.

Machbarkeitsstudie beweist Effizienz

2014 wurde eine vom Bundesverkehrsministerium finanzierte Machbarkeitsstudie durchgeführt. Sie kam zu dem Ergebnis, dass der rechnerische Nutzen des Radschnellwegs – durch verbesserte Gesundheit und verringerte Unfallzahlen – fast fünfmal so hoch ist, wie die Kosten. Oder in absoluten Zahlen: Ein Kilometer Autobahnbau ohne Tunnel und Brücken kostet etwa 10 Millionen Euro – ein Kilometer RS1 nur 1,8 Millionen Euro. Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass der Radschnellweg täglich bis zu 52.000 Pkw-Fahrten mit über 400.000 gefahrenen Kilometern ersetzen kann. Ein enormes Entlastungspotenzial für das stau- und abgasgeplagte Ruhrgebiet.

Weitere Hintergrundinformationen zum RS1 gibt es unter www.rs1.ruhr.

Grafiken: orange edge, Hamburg, und Regionalverband Ruhr, 2014

 

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Quelle: 

Pressemitteilung Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. (ADFC)

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