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Rad aus nachwachsenen Rohstoffen

Das Fahrrad wird in Kooperation mit Partnern aus Industrie und Forschung entwickelt, wobei ein Großteil der Komponenten dafür regional gefertigt werden. So wird demonstriert, dass sich aus in Mitteleuropa kultivierbaren Pflanzen hochwertige und langlebige Konstruktionen herstellen lassen. Auf diesem Wege kann neue Forschung und Lehre auf dem Gebiet der stofflichen Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen angeregt werden. Präsentiert wurde das erste Modell schon vor einem Jahr auf der Hannover-Messe und dem Stand der TU-Berlin. Es wurde 2010 Gewinner der Initiative „Land der Ideen“.

Inzwischen gibt es in Berlin auch Selbstbau-Workshops, bei denen man eigenhändig sein individuelles Bambus-Rad (mit Bambus aus Mitteleuropa) aufbauen kann (www.berlin-bamboo-bikes.org). Die Initiatoren organisieren inzwischen auch Bike-Polo-Turniere auf Bambusrädern.

Felgen aus Holz, Lack auf Basis von Leinöl, Schutzbleche aus Flachs, Biokleber, Lampengehäuse aus Bioplastik – die NaWaRo-Fahrrad-Zukunft hat bereits begonnen. Wobei die Idee nicht neu ist: Schon im Jahr 1900 bot eine englische Firma Bambus-Fahrräder an. Seit 20 Jahren arbeiten Entwickler aus Nordamerika und in jüngerer Zeit auch Gleichgesinnte in Europa (Deutschland, Slowakei ...) am Thema, die ebenfalls auf Bambus bauen. Auch weil das Material hochtauglich für Räder ist: Das in Fahrradbranche bekannte Institut EFBe-Prüftechnik bescheinigt Bambus erstaunliche Bruchfestigkeit und Geschmeidigkeit. Auf Hanf setzt hingegen Faserverbundspezialist Nicolas Mayer aus Osnabrück. Sein Triathlon-Rad besitzt einen Rahmenkern aus Styropor, vollständig mit Hanfgewebe umwickelt. Die Fahrt auf dem Rad soll vibrationsärmer ablaufen als mit einen vergleichbaren Carbonfaser-Hobel. Apropos Hobel: Natürlich gibt es schon länger Räder aus Holz. In aktiv Radfahren präsentierten wir schon ein baumlanges Holz-Tandem. Ein ebenfalls schönes Beispiel ist das Holz-Rennrad von Renova, bei dessen Entwicklung Autobauer Audi mitgemischt haben soll.

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