Reise

Geheimtipp: Hollands Hansestädte

Die neun niederländischen Hansestädte befinden sich kurz hinter der deutsch-niederländischen Grenze.
Die neun niederländischen Hansestädte befinden sich kurz hinter der deutsch-niederländischen Grenze.

 

In seiner Blütezeit zählte der Hanseverbund etwa 200 Mitglieder in Europa: Allesamt Städte in Küstenregionen oder an bedeutenden Flüssen, denn hier kamen die Händler mit ihren voll beladenen Schiffen vorbei. In Zeiten von Piraterie und Raubüberfällen auf Handelsreisende sorgte der Verbund für Sicherheit und klingelnde Kassen. Auch niederländische Hafenstädte an der IJssel und der einstigen Zuiderzee schlossen sich der Hanse an. Sie wurden zu wohlhabenden Ortschaften mit Handelskontoren, prächtig verzierten Kaufmannshäusern und lebhaften Jahrmärkten.


Jede Hansestadt hat ihren ganz eigenen Charme
Die neun niederländischen Hansestädte befinden sich kurz hinter der deutsch-niederländischen Grenze. Sie konnten ihren mittelalterlichen Charme bis heute bewahren: Für Besucher geht es hier an denkmalgeschützten Hausfassaden vorbei, über mittelalterlich anmutende Plätze, durch verwinkelte Gassen und an pittoresken Häfen entlang. Für eine „frische Brise“ sorgen moderne, hippe Geschäfte und eine vielfältige Kulturszene. Harderwijk, Elburg, Hasselt, ­Kampen, Zwolle, Hattem, Deventer, Zutphen und Doesburg – jede von ihnen hat ihren eigenen Charakter.


Hansestädte einfach kombinieren
Die holländischen Hansestädte liegen dicht beieinander und sind traditionell durch das Wasser miteinander verbunden, so dass man leicht mehrere Städte auf einer Reise besuchen kann, entweder mit dem Boot oder auf dem Rad. Ganz besonders reizvoll ist aber die Kombination der beiden Fortbewegungsmittel: Wer „Bike & Boat“ kombiniert, ist besonders hanseatisch unterwegs. Überall laden Einkaufsstraßen mit nos­talgischen Geschäften zum Pausieren ein, bitten Restaurants bei „Hansemenüs“ zu Tisch. Doch jeder Ort hat auch seine ganz eigenen Zeitzeugen. Handelsgeist, Offenheit und das Gespür für besondere Produkte verhalfen den niederländischen Hansestädten einst zu Reichtum und Prunk – heute ist diese Mentalität in den Läden der Städte spürbar. Das merkt auch, wer die regionalen Spezialitäten kostet. Kaffee, Senf oder Fisch, Bonbons, Gewürzkuchen oder Whiskey: Jede Hansestadt schmeckt anders. Damit sind die Mitbringsel für Zuhause auch schon gesetzt.


Reiche Geschichte auf dem Rad erleben
Zu Hansezeiten folgten Kaufleute dem Lauf der IJssel, um Waren in die weite Welt zu verschiffen. Heute lassen sich Ausflügler vom Fluss und seiner Geschichte zu ausgedehnten Fahrradtouren inspirieren. Auf der sogenannten „Hanseroute“ von Millingen bis Kampen schlängelt sich ein Fahrradweg 135 Kilometer an der ehemaligen Handelsroute entlang. Am IJssel-Ufer laden naturbelassenes Deichland und sechs mittelalterliche Hansestädte zur Verschnaufpause ein. Hier steigen selbst die Sportlichsten vom Rad, um zwischen mächtigen Stadttoren, prunkvollen Kaufmannshäusern und verwinkelten Gassen Hanseluft zu schnuppern. Zu Pausen verführen außerdem gut gefüllte Picknickkörbe, die einige Gaststätten in Doesburg und Zwolle passierenden Radfahrern anbieten. Wer die Hanseroute auf mehrere Tage aufteilen möchte, findet in den Städten viele Übernachtungsmöglichkeiten – häufig hinter historischen Mauern.

Wussten Sie, dass die Hansestädte ...?
... so dicht beieinander liegen, dass sie ganz einfach mit dem Fahrrad von Hansestadt zu Hansestadt radeln können. Von Zwolle bis Kampen sind es hin und zurück insgesamt 41 Kilometer. Das sind bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 18 km/h nur 2,5 Stunden.
 

Weitere Informationen unter: www.holland-hanse.de
 

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