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5 Situationen, in denen das Fahrrad dem Auto überlegen ist

Auch Geschäftsleute machen auf dem Fahrrad eine gute Figur (Foto: fotolia.de ©VadimGuzhva)
Auch Geschäftsleute machen auf dem Fahrrad eine gute Figur (Foto: fotolia.de ©VadimGuzhva)

Fahrrad versus Auto

Immer mehr Verkehrsteilnehmer wechseln vom Auto auf das Fahrrad. Die Vorteile liegen auf der Hand. Fahrradfahren ist gesund, hält den Organismus und deren Stoffwechsel auf Trab und stellt sich gerade im Straßenverkehr als schnellere und stressfreie Alternative dar – gerade, weil aktuell nahezu alle großen Städte in Deutschland die Entwicklung einer fahrradfreundlichen Infrastruktur vorantreiben.  In welchen Situationen ist das Fahrrad dem Auto eine Reifenlänge voraus?

Der tägliche Berufsverkehr

Gerade in den bundesweiten Großstädten sind diejenigen im Vorteil, die auf dem Fahrrad zur Arbeitsstelle fahren. Schließlich müssen sich Radfahrer nicht in den geläufigen Stau an den Kreuzungen, Schnellstraßen und Autobahnen einreihen. Mittlerweile gibt es in vielen Städten sogar Fernstraßen und Zufahrtsstraßen für Fahrräder, die es möglich machen, selbst von außerhalb in absehbarer Zeit auf die Arbeit zu kommen. Mit diesen umweltfreundlichen und stressfreien Optionen möchten die Städte einem zu hohen Stau-Aufkommen entgegenwirken.

Prinzipiell berechnen Radfahrer ganz genau, wie lange sie auf Arbeit fahren und können so jeden Morgen und Feierabend genauestens kalkulieren. Zudem bietet das Fahrrad eine Auszeit, um vor und nach dem Job abzuschalten und zu entspannen.

Nur wenige Steuerzahler wissen, dass für das Dienstfahrrad dieselben Vorteile gelten wie für den Dienstwagen. So lassen sich selbst Reparaturkosten absetzen. Das Fahrrad ist im Unterhalt um ein Vielfaches günstiger als das Kfz. Es kostet weder KFZ-Steuern noch Versicherungen. Dennoch lassen sich die Kosten steuerlich geltend machen. Seit dem Jahr 2012 ist nämlich das Fahrrad ebenso wie der Dienstwagen zu behandeln.

Der Familienausflug: Fahrradfahren kann jeder

Nörgelnde, quengelnde und schreiende Kinder auf dem Rücksitz und ein genervter Autofahrer, der händeringend versucht, sich auf den Straßenverkehr zu konzentrieren: So oder so ähnlich dürfte das tägliche Bild im Straßenverkehr aussehen. Eigentlich steht bei einem Familienausflug oder einer Fahrt mit der ganzen Familie vor allen Dingen die wertvolle Familienzeit im Vordergrund. Doch wenn sich der überwiegende Teil im Auto langweilt, während der Autofahrer gestresst mit dem Straßenverkehr kämpft, bleiben Spaß und Gemeinsamkeit auf der Strecke.

Viel ergiebiger wäre es, das Optimum aus dem Ausflug herauszuholen und gemeinsam die Fahrräder zu besteigen. Auf diese Weise haben selbst die Kleinsten die Gelegenheit, aktiv am Ausflug teilzunehmen und die Strecke selbst zu bewältigen. Im Gegensatz zum Auto darf nämlich jeder obgleich welchen Alters Fahrradfahren. Wobei es sich gerade bei Schulkindern empfiehlt, das Training in der Grundschule mitzumachen, und gesicherter auch allein auf dem Schulweg durch den Straßenverkehr zu kommen. Mittlerweile bieten sich diese Trainingsstunden für die ganze Familie an, so dass die Eltern hier einige Kniffe und Hinweise bekommen.

Zudem entdecken Fahrradfahrer bei Familienausflügen ihre Umgebung und die Heimat aus einer ganz anderen Perspektive. Das Fahrradwegenetz, die Natur, die Wiesen, die Wälder und die heimische Flora und Fauna bleiben Autofahrern vorenthalten - während ein Fahrradfahrer mitten hinein in die Entspannung und in einen wertvollen Familienausflug fährt. Nicht zu vernachlässigen ist der finanziell günstige Aspekt, denn im Zusammenhang mit dem Fahrrad kommt es weder zu Sprit- noch zu Parkkosten. Ein Ausflug an den Badesee, ein Picknick oder eine Fahrradfahrt zum Abenteuerspielplatz bilden eine günstige und abwechslungsreiche Variante, um gemeinsame Zeit mit der Familie zu verbringen.

Der Urlaub auf dem Fahrrad

Nun müssen Fahrradfahrer nicht auf zwei Rädern in den Urlaub fahren, sondern sollten können ihre Fahrräder auf einer Halterung mitnehmen. Mit einem Fahrrad gestaltet sich der Urlaub flexibel und unkompliziert, da in einem Ort oder in einer Stadt nicht erst die mühsame Suche nach einem Parkplatz im Vordergrund steht. Aktiv-Urlauber können auf ihren Fahrrädern im Urlaub auf keinen Fall verzichten, da sie immer wieder Rundfahrten und Tagestouren einlegen, die maßgeschneidert auf die eigenen körperlichen Voraussetzungen abzielen.

Das deutschlandweite Radwegenetz gibt eine praktische Orientierung, die an den schönsten Fleckchen vorbeiführt. Ob an der Ostsee, durch den Spreewald, die Mecklenburger Seenplatte, Berlin-Brandenburg oder Oder-Neiße: Die Schönheit und Unbekümmertheit der Natur lassen sich so am Intensivsten erleben. Zudem garantieren die ausgebauten Radwege einen bestmöglichen Komfort fernab von Buckelpisten und unbefestigten Waldwegen.

Ausgehend vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und dem Deutschen Tourismusverband e.V. ist es Radurlaubern mühelos möglich, eine individuelle Routenplanung direkt vor dem Urlaub vorzunehmen, um dann eine festgestellte Route zu fahren. Die verschiedenen D-Routen sind als Radfernwege zu verstehen, die auf bestimmte Themenrouten bezugnehmen ebenso wie Flussradwege.

Hier kommen unterschiedliche Bedürfnisse, wie die Erholung, die Abwechslung, die Entspannung und Natur, pur zum Tragen. Dabei ist es selbst möglich, auf zwei Rädern die europäischen Nachbarn zu entdecken. Wer einmal auf dem Fahrrad entlang der Ostseeküste geradelt ist, wird diese Eindrücke über lange Zeit nicht vergessen.

Die Großstadt - nie wieder warten & suchen!

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(Foto: fotolia.de ©rh2010)

Parkplatzsuche, rote Ampeln, Warten, genervtes Hupen und nie genügend Zeit um abzuspannen: In der Großstadt entscheiden sich immer mehr, auf das Fahrrad umzusteigen. Hier dominieren Fahrradparkplätze, Dienstplätze und Radwege das Stadtbild, um die Großstadt nicht nur entspannter, sondern auch sauberer zu machen. Schließlich entstehen beim Radfahren weder Kohlenstoffdioxid noch Feinstaub. Gerade bei den smogbelasteten Millionenstädten ist das Rad eine der Alternativen für die Zukunft. Ohne weiteres lässt sich ein Fahrrad auch in der U-Bahn, in der Straßenbahn und im Zug transportieren.

Mittlerweile ist von einer Revolution der Fahrräder in den weltweiten Metropolen die Rede. So dominiert das Fahrrad zum Beispiel in Kopenhagen bereits das Stadtbild, da mittlerweile ca. 52 % aller Arbeiter hier mit dem Rad zur Arbeit fahren. Selbst die Abgeordneten gehen mit gutem Beispiel voran und sitzen zu einem Drittel auf dem Drahtesel. Im direkten Vergleich gehören nicht nur Kopenhagen, sondern auch Amsterdam, Utrecht und Sevilla zu den Top-Fahrradstädten der Welt.

Die aktive Freizeit: Sport und Bewegung

Fahrradfahren ist eines der unkompliziertesten Möglichkeiten, seine Freizeit an der frischen Luft zu verbringen. Zum einen legen die Fahrradfahrer größere Strecken mühelos zurück und zum anderen können sie dank der aktiven Bewegung vom Alltag und vom Stress abspannen. Für die Einsteiger eignet sich vor allen Dingen das Tourenrad oder das Trekkingrad. Es ist mit der geläufigen Kettenschaltung oder Narbenschaltung ausgestattet und besitzt alle Attribute, um durch den öffentlichen Verkehr zu fahren.

Wer vorhat, mehr als die Wege zum Bäcker oder zur Post mit dem Rad zu erledigen, sollte etwas tiefer in den Geldbeutel greifen und sich mit einem Modell ab 500 € ausstatten. Schließlich ist dann davon auszugehen, dass ein Rad über die nächsten Jahre zuverlässig hält. Diese Anschaffungspreise sind im Gegensatz zur Autos immer noch weitaus günstiger.

Selbst bei einem Defekt punktet das Fahrrad mit weitaus geringeren Kosten. Viele Besitzer ziehen es sogar vor, ihr Zweirad selbst zu reparieren und haben dafür immer die passende Grundausstattung parat. Darüber hinaus gibt es vom Händler eine zweijährige Garantie auf herstellerbedingte Defekte. Bei einigen Stützpunkten haben die Kunden die Gelegenheit, einen Reparaturservice zu buchen, um ihr Fahrrad jederzeit günstig wieder in Stand setzen zu lassen.

Fahrradfahren: Auf Dauer fit bleiben

Wer auf Dauer fit und gesund bleiben sollte, integriert mindestens zwei bis dreimal in der Woche Bewegung und Sport. Was liegt da näher, als auf das Fahrrad zu steigen. Schließlich verbraucht man bei einer normalen Geschwindigkeit von 20 km/h in Abhängigkeit vom Alter und Körpergewicht bis zu 300 kcal in 30 Minuten.

Wer sich regelmäßig einen Snack oder eine Süßigkeit gönnen möchte, ohne dass diese direkt auf den Hüften landet, für den gehören die Fahrradtouren zum wöchentlichen Muss. Nicht zu vernachlässigen sind die Glückshormone, die der Körper nach intensiven Bewegungseinheiten ausstrahlt und der entspannende Faktor, auf dem Fahrrad vom Alltag, Stress und Hektik sowie von den Belastungen abzuschalten.

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