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Wunderheilmittel Fahrradfahren: Gesundheit für Körper, Seele und Geist

Der Frühling lädt zu Radtouren in der Natur ein. Bild: fotolia.com © nenetus
Der Frühling lädt zu Radtouren in der Natur ein. Bild: fotolia.com © nenetus


Der Frühling steht bevor und damit steigt die Lust, Zeit in der Natur zu verbringen. Sonne und steigende Temperaturen laden zu ausgedehnten Radtouren ein. Pluspunkt: Das Fahrradfahren hat positive Auswirkungen auf die Gesundheit.


Glück auf zwei Rädern: Fahrradfahren gegen Stress und Depressionen

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, die uns immer mehr und mehr abverlangt. Steigende berufliche Anforderungen, private Termine und Großstadthektik führen dazu, dass Menschen immer gestresster sind und diesen Druck kaum noch abbauen können. Körperliche Beschwerden wie etwa Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen sind die Folge, langfristig kann es durch chronischen Stress auch zu Burnout oder Depressionen kommen. Daher ist es wichtig, erste Warnsignale des Körpers – seien es Schlafstörungen, Unruhe oder ununterbrochenes Grübeln – ernst zu nehmen und zu versuchen, für eine bessere Work-Life-Balance zu sorgen. Es gibt viele Mittel, Stress abzubauen. Sehr viele Menschen powern sich beim Sport aus, um ihre innere Ruhe wiederherzustellen. Das Fahrradfahren hat sich dabei als besonders wirksam erwiesen: Einer Forschungsarbeit des Universitätsklinikums Tübingen zufolge stärkt Radfahren die Psyche und kann sogar Depressionen vorbeugen. So stabilisiert das gleichmäßige Treten beim Radfahren die Psyche und erhellt die Stimmung der Radler. Doch die gleichmäßige, zyklische Bewegung hat auch eine beruhigende und entspannende Wirkung auf den Menschen. Gerade die körperliche Betätigung an der frischen Luft und im Grünen hat mehrere positive Effekte:

  • vermehrte Freisetzung von Glückshormonen
  • Verbesserung des Körpergefühls
  • emotionale Harmonie

Der Frühling lädt zu Radtouren in der Natur ein. Bild: fotolia.com © nenetus

Wer während der gemütlichen Radtour die ersten wärmeren Sonnenstrahlen des Jahres und den Duft des Frühlings genießt, lenkt darüber hinaus die Gedanken von den Problemen und unzähligen Aufgaben auf das Hier und Jetzt und macht die Fahrradtour somit zu einer Art Meditation. Es geht nicht um sportliche Ergebnisse, sondern vor allem um Erlebnisse in der Natur. Doch auch, wer seine sportliche Leistung steigern will und sich immer wieder Ziele auf seinen abenteuerlichen Radtouren steckt, reduziert Anspannung und Sorgen.  Kein Wunder, dass das Fahrradfahren eine tolle Möglichkeit ist, um Stress abzubauen und Depressionen vorzubeugen. Stressgeplagte und Burnoutgefährdete sollten das Radfahren also unbedingt mal ausprobieren. Es macht den Kopf frei und vermittelt ein Gefühl von Freiheit.

Beim Fahrradfahren können wir einige Kalorien verbrennen. Bild: fotolia.com © bakharev

Gesundheit für den ganzen Körper: Radeln als Ganzkörpertraining

Das Fahrradfahren wirkt sich nicht nur positiv auf die psychische, sondern auch auf die körperliche Gesundheit aus. Wer regelmäßig radelt, reduziert das Risiko für Fettleibigkeit, Herzerkrankungen oder Diabetes um die Hälfte. So hat das Fahrradfahren positive Effekte auf den ganzen Körper und ist somit ein tolles und gesundes Ganzkörpertraining. Egal, ob Atemwege, Gelenke oder Muskulatur, das Radeln hat zahlreiche Vorteile für die körperliche Gesundheit.

  • Stärkung der Atemwege: Die Atemmuskulatur wird gestärkt und die Ventilation der Lunge verbessert sich, da das rhythmische Treten beim Fahrradfahren die Lungen gleichmäßig mit Sauerstoff füllt. Auf diese Weise beugt das Radeln Infekten und Atemwegserkrankungen vor.
  • Effektives Abnehmtraining und Muskelaufbau: Auch wer abnehmen will, sollte regelmäßig Fahrradfahren. Denn die Sportart kurbelt unseren Fettstoffwechsel an, baut Cholesterin ab und verbrennt pro Stunde rund 400 Kilokalorien. Damit ist das Radfahren wie geschaffen, um Fettleibigkeit vorzubeugen. Das liegt auch daran, dass das Biken den Aufbau der Muskeln im ganzen Körper fördert. Je mehr Muskeln der Mensch hat, umso mehr Energie wird dann auch im Ruhezustand verbrannt. Zusätzlicher Pluspunkt: Die Stärkung der Rückenmuskulatur hilft, die Wirbelsäule zu stabilisieren und kann auch bei Rückenleiden helfen.
  • Schonendes Training der Gelenke: Gerade für Übergewichtige ist das Fahrradfahren Sportarten wie dem Joggen vorzuziehen. Denn das größte Gewicht des Körpers lastet auf dem Sattel, sodass die Gelenke, Sehnen und Bänder beim Radeln nur wenig belastet werden. Darüber hinaus werden alle Gelenkknorpel mit Sauerstoff versorgt. Beim Joggen dagegen müssen die Gelenke bei jedem Schritt das Zwei- bis Dreifache des eigenen Körpergewichts abfedern – gerade bei Übergewichtigen ist das auf Dauer sehr schädlich für die Gelenke.
  • Ein starkes Herz: Wer regelmäßig in die Pedale tritt, stärkt und vergrößert auch seinen Herzmuskel und schafft es, seinen Ruhepuls zu reduzieren. Damit sinkt die Gefahr eines Herzinfarktes um bis zu 50 Prozent. Auch der Kreislauf wird in Schwung gebracht, was Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie etwa Schlaganfällen entgegenwirkt. Denn das Biken verbessert die gesamte Blutzirkulation und sorgt dafür, dass sich die Gefäße erweitern und elastischer werden.

Das Radeln hat also positive Auswirkungen auf die Gesundheit des ganzen Körpers. Eine dänische Langzeitstudie kam sogar zum Ergebnis, dass Menschen, die drei Stunden pro Woche Radfahren, eine um 40 Prozent niedrigere Sterberate haben als Menschen, die nicht Fahrradfahren.

Radfahren trainiert auch die grauen Zellen. Bild: fotolia.com © bakharev

Gehirnjogging mal anders: Radfahren zur Steigerung der Intelligenz

Sport hat jedoch auch eine positive Wirkung auf die Gehirnaktivität und soll die geistige Leistungsfähigkeit sogar mehr fördern als das Lösen von KörperSudokus oder Kreuzworträtseln. Sogar unser Gehirn profitiert also vom regelmäßigen Radeln: Es wird besser mit Sauerstoff und Glukose versorgt, gewinnt an Substanz und kann somit auch besser arbeiten. Dadurch kommt es langfristig zu einer Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten, der Konzentrationsfähigkeit und des IQs. Durch die körperliche Betätigung wird der Botenstoff BDNF produziert, was die Entstehung neuer Nervenzellen – die sogenannte Neurogenese – begünstigt. Zudem wird das Gehirn beim Ausüben von Ausdauersportarten besser durchblutet und macht somit mental stärker. Darüber hinaus schult das Radfahren unsere Reaktionsfähigkeit und Koordination.

Am besten ist es daher, bereits so früh wie möglich mit dem Fahrradfahren zu beginnen. Werden Kinder vor motorische Herausforderungen gestellt, fördert das die Verknüpfungen im Gehirn. So hat die Hirnforschung herausgefunden, dass aktive Kinder, die beispielsweise viel Radfahren, auch bessere Leistungen in der Schule zeigen.

Fazit: Das Fahrradfahren ist ein Allheilmittel

Die zahlreichen positiven Auswirkungen des Radfahrens auf unseren Körper, aber auch auf die Psyche und unsere Gehirnaktivität zeigen, dass das Radeln tatsächlich als eine Art Allheilmittel und als Wundersportart angesehen werden kann. Also: Rauf aufs Fahrrad und die ersten Sonnenstrahlen des nahenden Frühlings genießen!

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