Test & Technik

Ausprobiert: Axiom Elite – Edler Italo-Renner

Das Axiom Elite Speedbike wird ganz und gar in Italien hergestellt, garniert mit Zutaten vom Feinsten.

Mit dem Label „Made in ...“ ist das so eine Sache: Wird etwa ein hochwertiges Rad in China, Taiwan oder sonst wo im Fernen Osten produziert, dann ohne Label nach Europa eingeführt und dort anschließend mit dem entsprechenden Logo versehen (sog. Wertschöpfung), darf man „Made in Germany“ darauf schreiben. Nicht so bei Axoim! Hier legt man großen Wert darauf, dass alle Räder in Italien handgefertigt und produziert werden.

Speedbike der Extraklasse

Schon beim Anblick des Axiom Elite läuft einem Radenthusiasten das Wasser im Munde zusammen: Der im zurückhaltenden Bronze lackierte, mit goldenen Labels versehene Aluminiumrahmen bildet mit der schwarzen Carbongabel eine optisch stimmige Einheit. Bohrungen für zwei Flaschenhalter am Rahmen sind selbstverständlich. Als Antriebseinheit verwendet Axiom die als zuverlässig und langlebig bekannten Shimano Ultegra-Komponenten für Schaltung, Umwerfer und Tretlager. Das Cockpit bilden Ritchey WCS-Lenker und Vorbau. Bremsen und Schalthebel stammen aus der Shimano XT-Gruppe. Technisch und optischer Leckerbissen am Elite bildet der 1.485 Gramm leichte Mavic Ksyrium SL-Laufradsatz. Konzipiert wurde das Elite ursprünglich als schnelles Pendlerrad, konsequenterweise finden SKS-Schmutzfänger, eine batteriebetriebene Lichtanlage und ein Gepäckträger am Speedbike zweckgebundene Verwendung. Eine dynamobetriebene Beleuchtungsanlage ist gemäß der StVZO bei einem Rennrad unter 11 Kilo nicht notwendig, Batterielicht reicht aus.

Steifer Rahmen, direkte Lenkung

Schon das Heraustragen aus dem Büro zur Testfahrt geht mit dem 8,8 Kilo-Axiom leicht von der Schulter und macht Lust auf die folgende Testfahrt! Die kurze und kompakte Sitzposition realisiert genau den gewünschten Unterschied zum Rennrad: Die Oberrohrlänge misst bei einer Rahmenhöhe von 54 cm (c-c) am Testrad gerade mal 53,5 cm; der Radler sitzt relativ aufrecht und fährt mit viel Überblick. Trotzdem ist die Sitzposition nicht mit der eines Trekkingrades vergleichbar – hier geht's sportlicher zur Sache! Das geringe Gewicht des Elite verleitet auf den ersten Metern sofort zum Gas geben. Der überaus steife Rahmen läßt das Speedbike sehr präzise geradeaus fahren, in den ersten Kurven reagiert das Rad sofort auf Lenkbewegungen. Die direkte Lenkung erfordert etwas Eingewöhnung, eine schnelle Kurvenhatz macht dann aber umso mehr Spaß.

Leichtfüßig bergauf

Aha-Erlebnis auch am Berg: Dank des geringen Gewichts und des steifen Rahmens lässt sich das Axiom leichtfüßig und schnell bergauf pedalieren. Seine Übersetzung von 50/34 Kompakt-Kettenblätter und dem 12-25 Zähne Ritzelpaket fordert den Besitzer zum Training heraus. Weniger Geübte dürften auf ein anderes Ritzelpaket (z. B. 12-28 Zähne) wechseln. Die am Lenker montierten Griffgummis sind zwar „griffig“, erscheinen uns aber für Tourenfahrten recht unbequem, hier würden wir uns Ergogriffe wünschen.

Fazit

Das Axiom Elite hält was es verspricht. Die Ausstattung ist hochwertig ausgewählt, die Komponenten arbeiten präzise und harmonieren vorbildhaft. Besser geht´s nicht. Die Fahrleistungen sind hervorragend. Die angesprochenen Kritikpunkte Ritzelpaket und Griffe sind leicht austauschbar. Uns ist das Axiom Elite auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

Meine Meinung: Rennrad ohne Rennlenker

„Mir hat das Axiom Elite sehr viel Spaß bereitet. Die Mischung aus reinrassigem Rennrad und Touren-/Trekkingrad hat Axoim sehr gut umgesetzt und ein Rad zum richtig Schnellfahren entwickelt.“
Georg Zeppin, Testredakteur

Kontakt
Axiom Bike Vertrieb, Info-Tel.: 040/380 940 34, E-Mail: info@axiom-bikes.de 


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Quelle: 

Text: Georg Zeppin Fotos: Manuela Zeppin

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